Billiges Fleisch bevorzugt,

so titelt vergangene Woche in der MZ (Mittelbayerische Zeitung) ein großer Artikel, der mit einem Bild illustriert ist, der die Fleischberge in einer Supermarkt-Metzgerei zeigt. Die Haupterkenntnis, welche der Artikel an die Leser bringen will, ist die, dass „fast drei Viertel der Kunden (73 Prozent)“ das Billigstangebot bevorzugten. Ich hatte den Artikel gelesen und war in die Falle getappt: schlechte Zahlen angesichts des Versuches, durch unser Volksbegehren die Landwirtschaft auf neue Beine zu stellen! Unserem Vorsitzenden, Klaus Mrasek, passierte das nicht. Er rechnet anders: Wenn 73 % zur billigsten Ware greifen, dann sind immerhin 27 % dazu bereit, mehr Geld für Fleisch auszugeben – für das Produkt, bei dem der Unterschied zwischen biologischer – und herkömmlicher Produktion am größten ist. Dazu kommt noch, dass viele bewusste Einkäufer gar nicht mehr so viel Fleisch konsumieren. Im Volksbegehrenstext sprechen wir von 30% der Fläche, die bis 2030 in Bayern biologisch bewirtschaftet werden sollen. Da fehlen dann noch 3 % - das klingt doch plötzlich ganz anders. Lieber Klaus Mrasek, vielen Dank für’s Mitdenken. Und dich dachte immer, ich sei längstens gefeit gegen die manipulative Berichterstattung der Presse.

 


Zurück

Die ÖDP Donau-Ries / Dillingen verwendet Cookies, um diese Website Ihren Bedürfnissen anzupassen. Zu den Cookie-Nutzungsbestimmungen